Wie Sexologen, die am Good Vibration Magazine mitarbeiten, sagen, ist das eine sehr häufig gestellte Frage.
Diese Verwirrung ist durch Wissenschaftler entstanden, die behaupten, dass alle Orgasmen gleich sind, da sie im Hypothalamus, ein konkreter Teil des Gehirns, geschehen.
Aber diese Wissenschaftler kennen auch die Einzelheiten und uns bleibt nur die falsche Übersetzung in die menschliche Sprache.
Dieser relativ große Teil des Gehirns ist nicht nur für Orgasmen zuständig. Dort wird das ganze Gemisch von chemischen Verbindungen produziert, verbunden mit der Erregung und der Empfindung für Sinnesvergnügen, für die Prozesse im Hypothalamus ist es unrelevant, was die Vergnügungsphase verursacht.
Von diesem Standpunkt aus ist die Behauptung, dass einige Frauen vorwiegend einen vaginalen, andere einen kitzlerischen Orgasmus haben, ein wenig lächerlich.
Ihr Orgasmus hängt vielmehr von ihrer gesamten Vergnügungsempfindung ab, als von der Stelle der erotischen Stimulierung.
Andererseits gestehen die meisten Frauen, dass ihre Orgasmen, auf Grund der Art und Weise wie sie geschehen, unterschiedlich sind.
Bei der Masturbation ist ihre Befriedigung auf die Vagina konzentriert.
Aber auch wenn sie dabei ihre Brüste berührt und mit ihnen spielt, geschehen viele andere Faktoren des Vergnügens nicht, zum Beispiel die Küsse, die Berührung der anderen Haut, die Wirkung der männlichen Pheromone und die Beeinflussung des anderen Menschen.
Deshalb kann bei der Masturbation, der Orgasmus stärker in der Vagina empfunden werden.Die Erregung geschieht im Nervensystem, das im ganzen Körper und nicht nur im Gehirn angelegt ist.
Wenn Sex zwischen zwei Menschen stattfindet, stellt das Nervensystem die Impulse des Vergnügens dem ganzen Körper zu und die Chemie im Körper reagiert ganz anders, also kann der Effekt des Orgasmus nicht nur ganz anders sein, sondern ist wahrscheinlich ein völlig anderes Erlebnis.
Es gibt eine berühmte Grafik der Wissenschaftler Masters & Johnson, die den ganzen Prozess des sexuellen Vergnügens in 4 Phasen darstellt – Erregung, Plateau (eine Phase der ständigen Erregung), Orgasmus, Auflösung und Beruhigung der erotischen Empfindungen.
Aber dieses Modell ist auf der Grundlage von Laboruntersuchungen unter klinischen Bedingungen erstellt worden.
Im realen Leben zeigt sich die sexuelle Erregung in vielen verschiedenen Arten.
Wir können unterschiedliche Orgasmusvarianten mit verschiedenen Leuten, in verschiedenem Alter, in verschiedenen emotionalen Zuständen und in verschiedenen gesundheitlichen Zuständen erleben, sie können sich sogar an ein und dem selben Tag, zum Beispiel Morgens und Abends unterscheiden.
Das Wichtigste ist einfach zu experimentieren, zu genießen und zu verstehen, was uns erregt, ohne um jeden Preis einen Höhepunkt zu suchen, als ob man bei einem Wettbewerb ist.
Und denkt nicht darüber nach welcher Orgasmus „der Wahre“ ist und welcher nicht. Alle sind echt!
Es ist nicht wichtig wie ihr zu eurem Erlebnis gekommen seid, Hauptsache ihr habt es genossen.
Genau wie ihr verschiedene Nahrung und verschiedene Musik in unterschiedlichen Momenten mögt, könnt ihr euch an abwechselnden Erregungen und Orgasmen erfreuen.
Wenn sie euch zum Lachen bringen so dass ihr vor Glück strahlt, ist es nicht wichtig, dass sie sich nicht ähnlich sind.
Falls ihr wissbegieriger seid, gibt es Bücher in denen verschiedene Arten beschrieben werden und wie sie zu erreichen sind.
Die Tatsache, dass sie verschieden sind, sollte euch nicht stören.


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