Zumindest der Begriff „Sucht“ ist völlig unpassend, wenn es um sexuelle Aktivität geht. Laut der Definition bedeutet „die Sucht“ eine psychologische Abhängigkeit von einer Substanz, an die sich der Organismus schrittweise gewöhnt und Bedarf an mehr hat.
Das betrifft Alkohol, Nikotin, Heroin und andere Medikamente.
Das Ziel der Suchtbehandlung ist, eine totale Unterbrechung der Verwendung dieser Mittel zu erreichen.
Der Geheilte darf nicht einfach so mal ein Gläschen trinken, eine Zigarette nur zum Kaffee rauchen, oder sich nur ab und zu mal eine Dosis Heroin spritzen.
Die Unterbrechung muss für immer sein, jeder neue Griff zur Substanz kann die Sucht wieder herstellen.
Durch das Verwenden desselben Begriffs über sexuelle Neigungen, lenkt das zu irreführenden Schlussfolgerungen und unheimlichen Urteilen über eines der schönsten Geschenke der Natur- unsere Sinnlichkeit. Sex ist keine suchterzeugende Substanz!
Es ist ein natürlicher Akt, von dem alle lebenden Geschöpfe abhängig sind, aber nicht nur für Reproduktionsziele.
Die Hormone, die in unserem Organismus im Laufe des Sexualaktes produziert werden, stärken den Blutkreislauf, stimulieren das Immunsystem, beeinflussen unsere gesamte Gesundheit, Kondition und Glücksgefühl.
Sogar noch mehr – der sexuelle Wunsch bedeutet, dass der Organismus gesund ist.
Lustmangel ist ein Signal für Stress, Depression oder einige andere krankhafte Befinden, unter anderem Diabetes und Herzprobleme.
Das Hirngespinst, das „Sexsucht“ genannt wird, ist eine neue Geldmaschine und eines ihrer ersten Opfer war der Golfspieler No.1 Tiger Woods – Ehefrau, Gesellschaft und Sponsoren haben ihm erst verziehen, als er ein paar Tausender in den neuen Hit der modernen Psychiatrie „investierte“.
Es sieht so aus, als ob die Strategen, die „die sexuelle Sucht“ als eine Krankheit bekannt gemacht haben, eine Art mittelalterliche Gesellschaft erschaffen wollen, in der jeder, der Spaß an Sex hat, sich behandeln lassen muss.
So ist zumindest der Patientenstrom garantiert.
Die Idee ist, nicht ganz davon abzusagen, sondern nur deine Aktivität zu vermindern … aber wer bestimmt wie viel Sex zu viel Sex ist?
Und wenn eine relativ frigide Frau sich mit einem normalen Mann zusammen tut, oder umgekehrt – eine sexuell aktive Frau mit jemandem, der Probleme mit der Potenz hat, heißt das, dass jeder gesunde, normale und sexuell aktive Mensch in Kliniken für Milderung seiner natürlichen, menschlichen Natur geschickt wird?
Aber das ist das kleinste Problem.
Die Erfindung einer solchen Diagnose und von solchen Kliniken fördert das Risiko für ein anderes großes Problem – Gewalttäter, Pädophile und andere Menschen mit geistigen Erkrankungen, sadistischen Neigungen und asozialem Benehmen können einer Gerichtsbestrafung entgehen und stattdessen prätendieren, dass sie sexuell süchtig sind.
In ihrer Gier, Unvernunft und falsch verstandenen Moral können diese Psychologen ein viel ernsteres Problem der Gesellschaft erschaffen.


Doch die Sexsucht gibt es
Ich war selbst davon betroffen. Sexsucht ist teilweise stärker als Alkoholsucht, denn man kann es ganz gut verbergen. Ich spreche aus Erfahrung! Es ist gar kein Problem mal schnell auf die Toilette masturbieren zu gehen, oder sich auf einer Party unauffällig selbst zu befriedigen.
Selbstbefriedigung an sich wäre ja nichts schlimmes, aber das ständige Denken an Sex, oder man stellt sich jede Frau nackt vor, oder man bekommt einen steifen in der Sauna, oder die Belastung in der Partnerschaft durch das ständige Verlangen. So, jetzt mach ich mich auf der Suche nach einen neuen Masturbator.
Wolf
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