Kondom

Die ersten wirksamen Kondome bestanden aus Schafsdarm, 1839 erfand Charles Goodyear die Vulkanisierung von Kautschuk, 1855 stellte er das erste Gummi Kondom her und ab 1870 wurde es in Serie produziert.
Ab 1930 wurde als Material für Kondome Latex benutzt, aus ihm besteht auch heute der Großteil der Kondome, sie sollten nur mit Gleitmittel auf Wasser- oder Silikonbasis genutzt werden, Öle oder Vaseline machen sie porös und der Schutz geht verloren.
Für Menschen mit Latex-Allergie eignen sich Kondome aus Polyethylen, Polyurethan oder Polyisopren, für den Analsex kann man spezielle Kondome kaufen, deren Wanddicke größer ist.

Kondome gibt es in verschiedenen Größen, Farben, Geschmacksrichtungen(für den Oralverkehr) und unterschiedlichen Strukturen der Oberfläche um die Lust zu steigern oder eine größere Stimulation hervor zu rufen.

Seit 1981 gibt es das DLF-Gütesiegel für Kondome, hierbei werden Dichtigkeit, Dehnbarkeit und Mikrobiologische Reinheit getestet.

Obwohl für viel Aufklärung gesorgt wird, verzichtet ein erstaunlich großer Teil der deutschen Bevölkerung auf Kondome, 2005 waren es schon 30% und die Anzahl ist weiter gestiegen.
Viele Menschen, besonders Männer geben als Grund an, mit Kondomen beim Sex weniger zu empfinden und weniger Befriedigung zu erfahren.

Das Präservativ ist zwar unter den Verhütungsmitteln nicht das sicherste zur Empfängnisverhütung, aber das Einzige um vor sexuell übertragbaren Krankheiten zu schützen.

Bei der Nutzung von Liebesspielzeugen, wie Dildos oder Vibratoren sollte auch ein Kondom genutzt werden, es sorgt für Gleitfähigkeit und schützt vor Verletzungen und Entzündungen die durch Verschmutzung oder schlechtes Material entstehen können.

Interessant: In Bayern gibt es seit 2001 für Prostituierte eine Kondompflicht, um vor der Übertragung von Krankheiten zu Schützen.