An dem Seminar beteiligten sich auch einige Blogger aus verschiedenen Teilen Großbritanniens. Die Organisatorin des Seminars sagte: „Diese Blogger sind nicht sehr tolerant gegenüber hedonistischem Verhalten und zufälligem Sex."
So organisierte sie eine thematische Diskussionsrunde- „nuttiges Verhalten und sexuell aggressive, weibliche Taktik“, weil sie verstehen wollte, wie unverbindlicher Sex sich auf die emotionale Welt von jungen Mädchen auswirkt. Während dieser Diskussion gab es eine interessante Debatte über Depressionen bei Mädchen als Folge einer einzelnen Nacht, deren Symptome sich sehr dem Entzug von Drogensüchtigen ähneln.
Sie bringen ihre Kriterien durcheinander, anhand derer sie bei der Partnerwahl unsicher werden. Um von den Jungen nicht verschmäht zu werden, beginnen sie häufig ein geringschätziges Verhalten. Das ist verwirrend und normale Mädchen besitzen einerseits bereits hohe Anforderungen an ihr Sexualleben, auf der anderen Seite emotionale Bedürfnisse nach Sicherheit in einer Beziehung mit einem Mann. In dieser Hinsicht hilft es den jungen Frauen in zahlreichen Blogs, ihre Gedanken und Erfahrungen zu teilen, um sich in dieser komplizierten Welt nicht allein zu fühlen. Aber zur gleichen Zeit verwirrt diese öffentliche, weibliche Geschwätzigkeit die Männer.
Männer wissen, dass Frauen miteinander darüber reden, doch als die Organisatorin zum ersten Mal hörte, dass sie in Blogs über solch persönliche Dinge sprechen, begann sie sich Sorgen zu machen. Wenn ein Mädchen ihre Erfahrungen beschreibt, wird alles von tausenden, unbekannten Frauen analysiert und diskutiert. Der Exfreund einer Bloggerin rächte sich für das was sie schrieb, indem er obszöne Bilder von ihr ins Netz stellte. Bevor sie den Mut für den nächsten Text sammelte, stoppte sie das Schreiben für ein ganzes Jahr: „Ich ging zur Schule mit diesen ganzen Idioten, die nicht wussten was ich schreibe, aber begannen jede Art von Scheiße zu erzählen, als sie die unanständigen Bilder sahen.“
Ein Sexualwissenschaftler und Gast des Seminars ist der Meinung, dass die Blog-Kultur und Diskussionen über Erfahrungen mit Jungs bessere Optionen sind als „die Flucht vor der Wirklichkeit“ in Filme wie Twilight und Highschoolmusical. So sind sie viel besser auf das reelle Leben vorbereitet, auf jene emotionalen Erfahrungen, die erschreckend und manchmal auch sehr schmerzhaft sind. In Blogs finden sie andere junge Frauen, welche die gleichen Schmerzen und Stimmungsschwankungen erleben, aber sehen auch, dass das Leben nach allem weitergeht. Eine Schlussfolgerung dieses Seminars ist: Bei der neuen Modewelle Blogkultur der weiblichen Sexualität, ist kein Ende in Sicht. Im Gegenteil, es werden neue Nuancen entwickelt, da die Erfahrungen, zu einer Sache, so unterschiedlich sind wie die Mädchen selbst.


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